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Giotto di Bondone (um 1267-1337) Die Grablegung Mariae,
um 1310, Pappelholz, 75 x 179 cm
Erworben 1914

Die Tafel war die letzte von Bodes Erwerbungen auf dem Gebiet der
Trecento-Malerei. Es ist eine von vier, die Lorenzo Ghiberti 1445/55
als Besitz der Frati Umiliati beschrieb, denen Kirche und Konvent
von Ognissanti gehörten.
Giorgio Vasari würdigte sie 1568 und zitierte Michelangelo, der
gesagt hatte, "daß die Besonderheit dieser Historie nicht natürlicher
und wahrer hätte dargestellt werden können." Das langgestreckte
Format mit giebelförmigem oberen Abschluß ähnelt toskanischen Dossalen
aus dem späten 13. Jahrhundert, die nach 1300 von Polyptychen und
hochformatigen Altartafeln abgelöst wurden. Die Forschung erkannte
in der Tafel ein weitgehend eigenhändiges Werk Giottos.
Literatur:
- F.M. Perkins: in: Rassegna dàrte 14, 1914,
S. 193-200, 243-45
- G. Marchini: in: Rivista de`arte 20, 1938,
S. 215 ff.
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