Selbstbildnis beim Zeichnen, ihm gegenüber seine Frau (Detail)   Homepage
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Daniel Nikolaus Chodowiecki (1726-1801) Selbstbildnis beim Zeichnen, ihm gegenüber seine Frau, um 1759, Wasserfarbe auf Elfenbein, 8,3 x 10,9 cm
Erworben 1931

Daniel Nikolaus Chodowiecki, Selbstbildnis beim Zeichnen, ihm gegenüber seine Frau

Am 18. Juli 1755 vermählte sich der Künstler mit Jeanne Barez, der Tochter eines französischen Goldstickers. Sie bezogen anfänglich das Rolletsche Haus in der Berliner Brüderstraße, das der Barezschen Verwandtschaft gehörte. Möglicherweise entstand hier, unweit des Berliner Schlosses, die Miniatur. Sie wurde regelrecht, gemäß der Anweisung eines zeitgenössischen Lexikons, "angefangen mit Anlegung der Farbe, und der Grund mit grossen und gleichen Strichen untermahlet, doch nicht gleich so starck, wie er zuletzt seyn soll, weil die Farbe durch das punctiren gestaercket wird." Eine schräg vor das Fenster gestellte Milchglasscheibe sollte offensichtlich das einfallende Tageslicht reflektieren. Hierdurch entsteht auf dem Arbeitstisch die atmosphärische Bedingung für die auf Präzision beruhende Miniaturmalerei. Jeanne Chodowiecki hält das Porträt der Freundin Louise Erman. Der Maler fertigte unter Zuhilfenahme einer Lupe seine Bildnisse mit großer Feinheit und verlieh ihnen Lebendigkeit. Damit hatte er sich offensichtlich erfolgreich einer großen Konkurrenz entledigt, die auch vom Schriftsteller und Verlagsbuchhändler Christoph Friedrich Nicolai in Berlin, wenigstens im Bereich der Email-Miniaturmaler, wahrgenommen wurde. Die Elfenbeintafel besitzt einen zugehörigen Rokokorahmen.

 

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