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Die Gemäldegalerie wurde 1830 in dem von Schinkel entworfenen "Königlichen
Museum" am Lustgarten, dem heutigen Alten Museum, eröffnet.
Der Kunstbesitz des Großen Kurfürsten (1620 - 1688) und Friedrichs
des Großen (1712 -1786) bildete den Grundstein der Sammlung. 1198
Gemälde waren in 37 Kabinetten des Alten Museums im Obergeschoss
ausgestellt. Darunter befand sich eine Auswahl der 1815 in Paris
angekauften Sammlung Vincenzo Giustianini mit Werken des italienischen
Frühbarock und die 1821 erworbene Sammlung des englischen Kaufmanns
Edward Solly.
Der erste Galeriedirektor Gustav Friedrich Waagen hatte die Berliner
Sammlung - erstmals in Europa - nach systematisch-wissenschaftlichen
Kriterien geordnet und kontinuierlich erweitert.
Wilhelm von Bode (1845 - 1929)
Ihren internationalen Ruf verdankt die Sammlung Wilhelm von Bode,
Direktor der Galerie von 1890 bis 1929. Mit großem Engagement konnte
er bedeutende Gemälde erwerben und wichtige Lücken schließen. Damit
war eine fast vollständige Übersicht über die europäische Malerei
erreicht. Bode bewegte wohlhabende Bürger zur finanziellen Unterstützung
von Kunstankäufen und gründete bereits im Jahre 1897 den noch heute
aktiven Kaiser-Friedrich-Museums-Verein.
Bodemuseum um 1904
1904 zog die Galerie mit ihren gewachsenen Beständen in das neu
erbaute Kaiser-Friedrich-Museum (später Bodemuseum) auf der Nordspitze
der Museumsinsel. Das Haus war als Renaissancemuseum konzipiert:
Bode wollte die Kunst einer ganzen Epoche darstellen, Kunstwerke
verschiedener Gattungen sollten zusammen ausgestellt werden.
Ein Museum für die Kunst der nordischen Länder war seit 1907 geplant.
Doch erst 1930 wurde das Deutsche Museum im Nordflügel des Pergamonmuseums
eröffnet. Hier wurden deutsche, niederländische, englische und französiche
Gemälde und Skulpturen ausgestelt.
Mit Kriegsausbruch 1939 wurden alle Museen geschlossen. Der Zweite
Weltkrieg beendete die kontinuierliche Entwicklung der Sammlung.
Das Bodemuseum und das Deutsche Museum wurden stark beschädigt,
400 großformatige Werke gingen durch den Krieg verloren. Die Teilung
der Stadt bewirkte auch eine Teilung der Sammlung.
Bis 1997 war die Gemäldegalerie in Berlin-Dahlem und im Bodemuseum
auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte zu besichtigen. Mit der Neueröffnung
des Hauses am Kulturforum im Juni 1998 ist die Sammlung nach vielen
Jahren wieder vollständig vereint. Von den rund 2900 Gemälden werden
etwa 1000 Werke in der Hauptgalerie und ungefähr 350 Bilder in der
Studiengalerie gezeigt.
Literatur:
- Die Neue Gemäldegalerie,
in: Museums-Journal, Nr. II, April 1998, S. 18ff.
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