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Sandro Botticelli wurde 180 Jahre nach Dante in Florenz geboren. Er lernte zunächst die Goldschmiedekunst, dann Malerei. Nach einem Aufenthalt in Rom 1481-1482, wo er für den Papst in der Sixtinischen Kapelle arbeitete, stieg er in Florenz zu einem der gefragtesten Maler auf. In jenen Jahren entstanden die Gemälde, die ihn berühmt machten, wie die Geburt der Venus. Zu seinen Auftraggebern zählten auch die Medici, die seit einigen Jahrzehnten die Geschicke der Stadt bestimmten. Für Lorenzo di Pierfrancesco de Medici schuf Botticelli den Zyklus zur Göttlichen Komödie.
Gegen Ende des Jahrhunderts, unter dem Eindruck einer politischen, moralischen und religiösen Krise in der Stadt, vollzog sich in Botticellis Werk ein sowohl thematischer wie auch stilistischer Wandel. Von der schwebenden Form und der schönen Linie ging der Künstler über zu einfacheren, rhythmisch gebrochenen Konturen; den Ausdruck der Figuren verlagerte er in die Gebärde. Die Zeichnungen zur Göttlichen Komödie vertreten beide Phasen, ja, sie bieten den Schlüssel zum Verständnis vieler anderer seiner Arbeiten.
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