| Die Gemäldegalerie besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis zum 18.Jahrhundert, die seit dem Gründungsjahr 1830 systematisch aufgebaut und vervollständigt wurde. Meisterwerke aus allen kunsthistorischen Epochen, darunter Gemälde von van Eyck, Bruegel, Dürer, Raffael, Tizian, Caravaggio, Rembrandt und Rubens sind hier ausgestellt.
Die Gemäldegalerie wurde 1830 in dem von Schinkel entworfenen
"Königlichen Museum" am Lustgarten, dem heutigen
Alten Museum, eröffnet. Der Kunstbesitz des Großen Kurfürsten
(1620 - 1688) und der von Friedrich dem Großen (1712 -1786)
bildete den Grundstein der Sammlung. Der erste Galeriedirektor Gustav
Friedrich Waagen ordnete die Berliner Sammlung erstmals in Europa
nach systematisch-wissenschaftlichen Kriterien und erweiterte sie
kontinuierlich.
Ihren internationalen Ruf verdankt die Sammlung Wilhelm von Bode,
der Direktor der Galerie von 1890 bis 1929 war. Durch großes
Engagement gelangen ihm bedeutende Erwerbungen. Dadurch konnte eine
fast vollständige Übersicht über die europäische
Malerei erreicht werden.
1904 zog die Galerie mit ihren gewachsenen Beständen in das neu erbaute Kaiser-Friedrich-Museum (späteres Bodemuseum), das als Renaissancemuseum konzipiert war. Bode bewegte wohlhabende Bürger zur finanziellen Unterstützung von Kunstankäufen und gründete bereits im Jahre 1897 den noch heute aktiven Kaiser-Friedrich-Museums-Verein.
Der Zweite Weltkrieg beendete die kontinuierliche Entwicklung der
Sammlung. Das Museum wurde stark beschädigt. 400 großformatige
Werke gingen durch den Krieg verloren. Die Teilung der Stadt bewirkte
auch eine Teilung der Sammlung. Von nun an gab es zwei Ausstellungsorte.
Bis 1997 war die Gemäldegalerie in Berlin-Dahlem und im Bodemuseum
auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte untergebracht. Nach einer über
50 Jahre währenden Teilung kann die Sammlung im neuen Haus
am Kulturforum nun wieder in ihrer ursprünglichen Pracht besichtigt
werden.
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